Am Samstag, dem 31. Juli 2010 von 15:00 bis 17:00 Uhr
auf dem Polizeihundesportplatz am Rurdammweg
36. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken

Bürgermeister Paul Larue (links) und Marianne Hemgenberg (4.v.l.) gratulierten zusammen mit Kirschenprinzessin Theresa (Gries) den Siegern zu ihrem Erfolg.
Nachdem in den vergangenen beiden Jahren vier der sechs möglichen Titel nach Nordhessen gingen, dominierten in diesem Jahr wieder die Spucker aus der Region. Bei den Herren ging der Titel nach 1983, 1986, 1989 und 1999 zum fünften Mal an Hans-Peter Iven aus Düren, der sich mit einer Weite von 17,79 Metern knapp vor seinem Sohn Mario Iven, selbst früherer Junioren-Weltmeister, behaupten konnte. Bei den Damen gewann Irene Holle aus Düren die Konkurrenz. Sie spuckte den Kirschkern auf 13,57 Meter. In der Juniorenklasse war Mirco Becker aus Kreuzau erfolgreich, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 14,58 Metern erreichte.
Sichtlich stolz war Hans-Peter Iven (Mitte) nach seinem fünften Triumph bei den Weltmeisterschaften im Kirschkernweitspucken.
Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie eine im Vergleich zu den Vorjahren stark gestiegene Zuschauerzahl verzeichneten die Veranstalter bei der WM im Kirschkernweitspucken. Dass es sich um eine Weltmeisterschaft handelt, machte ein "Spucker" aus der Türkei deutlich, der extra aus Istanbul zu diesem Wettbewerb angereist war.
Nachdem bei den Deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in Witzenhausen erstmals ein "Dopingfall" unter den Kirschkern-Spuckern bekannt wurde, achteten die Organisatoren der WM diesmal ganz genau auf die abgeknabberten Kirschkerne und untersuchten diese bei den Bestweiten auf mögliche Manipulationen.
Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) in guter Partnerschaft zur Verfügung gestellt wird, gab es erstmals auch eine Tribüne für die Zuschauer.
Die Sieger erhielten im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Marianne Hemgenberg, der Vorsitzenden des städtischen Steuerausschusses, die beide von der Witzenhäuser Kirschenprinzessin Theresa (Gries) unterstützt wurden, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld.
Herren:
1. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 17,79 Meter
2. Mario Iven, Düren, Weite: 17,27 Meter
3. Oliver Kuck, Bingen, Weite: 16,73 Meter
Damen:
1. Irene Holle, Düren, Weite: 13,57 Meter
2. Melissa Sanchez, Düren, Weite: 13,19 Meter
3. Uta Koch, Kreuzau, Weite: 12,85 Meter
Junioren:
1. Mirco Becker, Kreuzau, Weite: 14,58 Meter
2. Kubilay Özmen, Düren, Weite: 12,67 Meter
3. Dennis Uhlemann, Wuppertal, Weite: 9,97 Meter

Die Wettkampfanlage hinter dem Standort der Alpina-Bahn.
Die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken ist eine Schnapsidee, die im Anschluss an die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 1974 in einem Gespräch zwischen dem verstorbenen Moderator K-G Breuer und Kirmesdirektor a.D. Hans Zens geboren wurde. Die Veranstaltung wurde erstmalig am 27. Juli 1974 in Düren durchgeführt und findet seitdem alljährlich auf der Dürener Annakirmes statt. Nicht nur die Zuschauer - teilweise bis zu 2.500 an der Zahl - begeistern sich immer wieder für diese WM, sondern auch die Medien berichten gerne über die Kirschkerne. Der erste Weltmeister von 1974, Heinz Michels aus Hürtgenwald-Horm, wurde beispielsweise einige wochen nach seinem Sieg durch Lia Wöhr und Heinz Schenk in der Sendung "Zum blauen Bock" vorgestellt. Der aktuelle Weltrekord bei den Männern - aufgestellt von Oliver Kuck im Jahre 2003 - liegt übrigens zurzeit bei 21,71 m. Die Frauen können immerhin eine Weite von 15,24 m vorweisen. Diese durch Conchita Kohler (Schweiz) aufgestellte Bestmarke hat ebenfalls seit 2003 Gültigkeit.
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