Am Samstag, dem 28. Juli 2012 von 15:00 bis 17:00 Uhr
auf dem Polizeihundesportplatz am Rurdammweg
38. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken

Die Weltmeister Wolfgang Schlepütz (obere Reihe, 2. von rechts), Irene Holle (obere Reihe, 3. von rechts) und Dennis Uhlemann (untere Reihe, 2. von links) präsentieren zusammen mit den Zweit- und Drittplatzierten ihre Ehrengaben.
Nideggen bei den Herren, Kreuzau bei den Damen und Wuppertal bei den Junioren stellen in diesem Jahr die Weltmeister im Kirschkernweitspucken. Bei trockenem, aber recht kühlem Wetter und Gegenwind auf der Spuckbahn konnten sich Wolfgang Schlepütz (17,33 Meter), Irene Holle (11,63 Meter) und Dennis Uhlemann (12,88 Meter) gegen ihre Konkurrenten durchsetzen.
Anna Blom aus Düren, mit 3 1/2 Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen des Wettbewerbs, steigert ihre Bestweite mit diesem Versuch von 15 auf 41 Zentimeter.
Unter den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 37. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken verzeichneten die Veranstalter dieses Jahr auch wieder internationale "Spucker" - darunter auch der frühere Weltmeister aus der Schweiz, Thomas Steinhauer. Der Eidgenosse erreichte mit 16,05 Meter den zweiten Platz beim Herrenwettbewerb hinter dem mittlerweile viermaligen Weltmeister Wolfgang Schlepütz. Der Titelträger aus den vergangenen beiden Jahren, Hans-Peter Iven, schied überraschend bereits in der Vorrunde aus. Sein Sohn Mario Iven, im letzten Jahr Vizeweltmeister, konnte sich in der Endrunde noch auf den dritten Platz verbessern.
Zur Seriensiegerin bei den Damen entwickelt sich mehr und mehr Irene Holle, die zum dritten Mal in Folge die Bestweite erreichen konnte. Dabei musste sie sich in der Endrunde gegen die Angriffe von Sabine Claßen und Julia Knipprath erwehren, die sie zwischenzeitlich auf den 3. Platz verdrängten. Mit ihrem ersten Spuckversuch der abschließenden Runde konnte Irene Holle die Kräfteverhältnisse allerdings wieder gerade rücken und sich den Titel sichern.
Nach zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz in den vergangenen drei Jahren hat Dennis Uhlemann dieses Jahr sein Meisterstück geschafft und den Juniorenwettbewerb gewonnen. Er setzte sich gegen Denis Gerner und Max Cremer durch.
Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) hervorragend hergerichtet wurde, erhielten die Sieger im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Ingo Latotzki, Chefredakteur der Dürener Nachrichten, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld.
Herren:
1. Wolfgang Schlepütz, Nideggen, Weite: 17,33 Meter
2. Thomas Steinhauer, Schweiz, Weite: 16,05 Meter
3. Mario Iven, Köln, Weite: 15,88 Meter
Damen:
1. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 11,63 Meter
2. Sabine Claßen, Düren, Weite: 10,93 Meter
3. Julia Knipprath, Düren, Weite: 10,82 Meter
Junioren:
1. Dennis Uhlemann, Wuppertal, Weite: 12,88 Meter
2. Denis Gerner, Düren, 12,24 Meter
3. Max Cremer, Düren, Weite: 10,73 Meter

Die Wettkampfanlage hinter dem Standort der Alpina-Bahn.
Die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken ist eine Schnapsidee, die im Anschluss an die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 1974 in einem Gespräch zwischen dem verstorbenen Moderator K-G Breuer und Kirmesdirektor a.D. Hans Zens geboren wurde. Die Veranstaltung wurde erstmalig am 27. Juli 1974 in Düren durchgeführt und findet seitdem alljährlich auf der Dürener Annakirmes statt. Nicht nur die Zuschauer - teilweise bis zu 2.500 an der Zahl - begeistern sich immer wieder für diese WM, sondern auch die Medien berichten gerne über die Kirschkerne. Der erste Weltmeister von 1974, Heinz Michels aus Hürtgenwald-Horm, wurde beispielsweise einige wochen nach seinem Sieg durch Lia Wöhr und Heinz Schenk in der Sendung "Zum blauen Bock" vorgestellt. Der aktuelle Weltrekord bei den Männern - aufgestellt von Oliver Kuck im Jahre 2003 - liegt übrigens zurzeit bei 21,71 m. Die Frauen können immerhin eine Weite von 15,24 m vorweisen. Diese durch Conchita Kohler (Schweiz) aufgestellte Bestmarke hat ebenfalls seit 2003 Gültigkeit.
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