Historische Annakirmes auf dem Hoeschplatz und Ausstellungen im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren

Düren, den 05.06.2013

Düren. Auf dem Hoeschplatz in Düren findet vom 28. Juni bis zum 7. Juli 2013 die Historische Annakirmes statt. Außerdem zeigt das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren in den kommenden Monaten folgende Ausstellungen: "Die Kunst der Schausteller. 375 Jahre Annakirmes", "Silke Leverkühne. grüne Erde an Berg blau", "Maskeraden. Zeichnungen, Aquarelle und Künstlerbücher von Hans Beckers", "Carl Schneiders. Die Welt an sich." Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, dem 9. Juni 2013, 12 Uhr.

Ausstellung: Die Kunst der Schausteller. 375 Jahre Annakirmes
9. Juni - 18. August 2013

Zum 375jährigen Bestehen der Annakirmes in Düren zeigt das Leopold-Hoesch-Museum historische Objekte und Requisiten des Schaustellergewerbes und gibt damit Einblick in die Entwicklung dieses Traditionsjahrmarkts, der für Düren von herausragender kultureller Bedeutung ist. Modelle von Fahrgestellen sowie Dokumente und Fotografien veranschaulichen das damalige Kirmesleben. Das älteste Objekt in der Ausstellung ist eine Sitzgondel aus dem Jahr 1876. Das so genannte "Polyesterpferd" aus dem Jahr 1988 steckt den oberen Zeitrahmen der Ausstellung ab. Ein besonderes Highlight ist auch eine "Moppenbude" aus den 1930er Jahren, die noch bis in die 1950er Jahre auf den Jahrmärkten der Region stand und in Familienbesitz bis in die Gegenwart überdauert hat. Ein süßlicher Duft geht von der liebevoll ausgewählten und ausgelegten Ware aus, die so auch schon in der Mitte des vergangen Jahrhunderts angeboten worden sein könnte. Begleitet werden die besonders für Nostalgie-Liebhaber reizvollen Objekte von etwa 70 Fotografien, die den Werdegang des Volksfestes Annakirmes in Düren dokumentieren und die Atmosphäre ihrer jeweiligen Entstehungszeit zu transportieren vermögen. Teilweise aus Archiven und auch aus privatem Besitz handelt es sich um eine einmalige und noch nie gezeigte Bildauswahl. Eine blaue Schiffschaukel aus dem Jahr 1929 vermittelt einen Eindruck von den Vergnügungsmöglichkeiten und dem Komfort, den die Kirmesbesucher im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu erwarten hatten. Als eines der beliebtesten Volksfeste deutschlandweit lässt sich sagen, dass die Dürener Annakirmes, die aus der Heiligenverehrung des Hauptes der Heiligen Anna entstand, zu jeder Zeit die größten und neuesten Attraktionen ihrer Zeit zu bieten hatte. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Lärmbelästigung durch die Kirmes und ihre Besucher Ausmaße erreicht, die es notwendig machten, dass man die Kirmes aus der Dürener Innenstand auf den Annakirmesplatz verlegte. Mit der Historischen Kirmes, die anlässlich des diesjährigen Jubiläums vom 28. Juni bis 7. Juli 2013 auf dem Hoeschplatz vor dem Leopold-Hoesch-Museum stattfindet, rückt die Kirmes also wieder ein Stück näher an ihren ursprünglichen Austragungsort.

Historische Annakirmes auf dem Hoeschplatz
28. Juni - 7. Juli 2013

Die Historische Kirmes zeigt vom 28. Juni bis zum 7. Juli 2013 auf dem Vorplatz des Museums historische Karussells, Stände, eine Drehorgel, ein Riesenrad aus dem Jahr 1902 und ein Autoscooter aus dem Jahr 1950. Zudem wird auf einer ebenfalls historischen Bühne ein umfassendes Rahmenprogramm geboten. Weitere Informationen unter: www.annakirmes.de.

Museumsdialog mit Albert Ritter
Albert Ritter, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellervereine NRW, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes e.V. und der Europäischen Schausteller-Union
Do / 4.7.2013 / 19 Uhr / Eintritt: 3,00 Euro

Maskeraden. Zeichnungen, Aquarelle und Künstlerbücher von Hans Beckers
9. Juni - 18. August 2013

Der Künstler Hans Beckers (1898-1951) interessiert sich für berühmte Artisten und weltbekannte Clowns. Er besucht Auftritte, sammelt Unterschriften, bis er sich diversen Zirkusgruppen anschließt und die Bühne als Jo-Hannes betritt. Seine Eindrücke hält er in Künstlerbüchern fest, die im Leopold-Hoesch-Museum nun erstmalig mit Zeichnungen kombiniert werden.
Sein Interesse an der Kunst und viele Freundschaften mit Künstlerkollegen, unter anderem mit Alfred Kubin, und nicht zuletzt seine Reisen führen den Dürener durch Europa und ermöglichen es ihm selbst eine vielfältige und hochkarätige Sammlung von 462 Grafiken zusammenzutragen, die das Museum nach seinem Tod erwirbt. Diese ist - wie seine Kunst - gekennzeichnet von seiner Hingabe zur Artistik, zum Phantastischen und zur Groteske.
Zudem trug er eine exzeptionelle Sammlung mit Kunstwerken der Klassischen Moderne zusammen. Mit der Ausstellung "Von Macke bis Menzel. Meisterzeichnungen aus der Sammlung Beckers" wurde das Leopold-Hoesch-Museum um Jahr 1952 wiedereröffnet, u.a. mit Werken von Pablo Picasso, James Ensor, Alfred Kubin, Max Liebermann und August Macke.

Museumsdialog über Hans Beckers mit Katrin Hoppe (Kuratorin)
Do / 27.6.2013 / 19 Uhr / Eintritt: 3,00 Euro

Silke Leverkühne. grüne Erde an Berg blau
9. Juni - 18. August 2013

Silke Leverkühne (* 1953) gehört einer Malergeneration an, die mit dem Aufbruch der Malerei zu Beginn der 1980er Jahre einen Gegenpol zu konzeptuellen Positionen in der Kunst bildet. Silke Leverkühne versteht ihre Arbeit Wahrnehmung von Welt und deren Umsetzung in eine spezifische Bildsprache.
Nach einem Studienaufenthalt in Italien, der ihr ausgeprägtes Interesse für die Technik der Temperamalerei begründete, nimmt sie unter anderem an der wegweisenden Ausstellung „Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf“ teil und ist 1987 bis 1989 Stipendiatin der Günther-Peill-Stiftung. Die Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum gibt anlässlich des 60.
Geburtstages der Künstlerin einen repräsentativen Überblick über das gegenwärtige Schaffen der Künstlerin. Neue Arbeiten werden dabei einer exemplarischen Auswahl aus früheren Werkserien gegenübergestellt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutsch/englisch im Verlag Kettler.

Museumsdialog mit der Künstlerin Silke Leverkühne
Do / 8.8.2013 / 19 Uhr / Eintritt: 3,00 Euro

Carl Schneiders. Die Welt an sich.
9. Juni - 18. August 2013

Der Aachener Künstler Carl Schneiders (1905-1975), Meisterschüler von Karl Hofer, steht in einer Malereitradition, die zur Abstraktion neigt, ohne ihr gegenständliches Thema gänzlich aufzugeben. Seine Figurenbilder, Stillleben und Landschaften sind bühnenhafte Form- und Farbmodulationen. Trotz ihrer Gegenständlichkeit lassen sich viele Bilder von Carl Schneiders wie abstrakte Bilder lesen und weisen eine extreme Ausgewogenheit von Farbe und Form auf, welche als Verweis auf die Programmatik seines Lehrers Wassily Kandinsky verstanden werden kann.
Als drittes Kind des Aachener Architekten Albert Schneiders und seiner Frau Adele begegnete er Früh Mies van der Rohe und erhielt Kontakt zum Bauhaus in Weimar, an dem er 1922-23 studierte, bevor er ab 1924 nach Berlin wechselte.

Museumsdialog mit Dr. Adam Oellers (Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen) in Düren
Do / 11.7.2013 / 19 Uhr / Eintritt: 3,00 Euro

 

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