Spektakuläre Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum zu Leben und Kunst der Schausteller

Düren, den 13.06.2013

Düren. Das Leopold-Hoesch-Museum hat die 375-Jahr-Feier der Dürener Annakirmes zum Anlass genommen, die Kunst der Schausteller in den Mittelpunkt zu stellen, zu zeigen, wie die Kirmes sich entwickelt hat und wie den Motivkreis "Kirmes, Jahrmarkt, Zirkus" Künstler inspirierte und begeisterte. "Das Nicht-Alltägliche, die breite Palette an Emotionen", so Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann, "hat die Künstler bewogen, immer wieder die Welt der Schausteller zum Thema zu machen."

Achim Greiff (links), Platzmeister der Annakirmes, und Hans Bert Cremer vom Verband Reisender Schausteller Düren, sitzen in einem alten Geisterzugwagen, eines der Exponate, die sie mit Unterstützung vieler Schausteller und Kirmesbesucher zusammengetragen haben.

Achim Greiff (links), Platzmeister der Annakirmes, und Bert Cremer vom Verband Reisender Schausteller Düren, haben mit Unterstützung vieler Schausteller und Kirmesbesucher sehenswerte Exponate rund um die Annakirmes zusammengetragen.

Im zentralen Raum des Museums, dem Eingang direkt gegenübergelegen, ist mit einer riesigen "Moppenbude" aus dem Jahr 1935 des Schaustellerehepaares Elisabeth und Gerd-Willi Cremanns eine richtige Kirmeslandschaft entstanden, mit altem Karussellpferd, "Hau den Lukas" und Geisterbahnwagen, in dem Renate Goldmann schnell Platz nahm, und auch Kirmesplatzmeister Achim Greiff mit Bert Cremer, dem Vorsitzenden des Verbandes Reisender Schausteller Düren, bewiesen, dass Geister sie nicht schrecken können.
"Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, zu zeigen, wie Kirmes sich entwickelt hat", bringt Achim Greiff es auf den Punkt, was im Museum an Exponaten, Filmen und Fotos rund um die bewegte Geschichte der Annakirmes zusammengetragen wurde. "Viele Schaustellerfamilien haben mit dazu beigetragen", erläutert Bert Cremer, der stolz darauf ist, dass die Kunst der Schausteller im renommierten Museum gezeigt wird. Über das ganze Haus verteilt finden sich überall nostalgische Kirmeswahrzeichen, wie eine alte Schiffschaukel mit der dazugehörigen Glocke, noch nie gezeigte Filme aus den letzten Jahrzehnten der Geschichte der Annakirmes, Fotos, zum Beispiel von einer Liliputanerfamilie oder einem riesigen Eisbären, mit dem die Kinder sich auf der Kirmes ablichten ließen. Der war natürlich nicht echt, sondern ein Mensch im Kostüm. Total echt aber ist das älteste Stück der Ausstellung, ein Karussellsitz von 1876.
Darum herum entfaltet sich in den Räumen eine Ausstellungsvielfalt, die auf die Welt der Schausteller Bezug nimmt und sie um andere Dimensionen erweitert. Ganz spektakulär trägt dazu die Sammlung und das Werk von Hans Beckers bei. Der Dürener Künstler ist mit dem Zirkus gereist, hat die Atmosphäre von Jahrmärkten festgehalten und auch deren "andere Seite" gezeigt, das Außenseiter-Dasein und dass Clowns nicht immer lachen.
"Jahrmärkte sind gesellschaftliches Spiegelbild", betont Renate Goldmann und gab bekannt, dass die "unglaubliche Sammlung" von Hans Beckers, mit der 1952 nach dem Krieg das Leopold-Hoesch-Museum wieder eröffnet wurde, zum Forschungsthema des Museums wird.
Auch der Künstler Carl Schneiders aus Aachen, Schüler von Kandinsky und Karl Hofer, kam in den 50er und 60er Jahren vom Zirkusmotiv und dem Leben der Schausteller auf dem Aachener Bend nicht los, hat den Gegenstand nicht verlassen, ihn aber abstrahiert.
Silke Leverkühne, erste Peill-Stipendiatin und vierte im Bund der Ausstellenden, zeigt Werke aus der Zeit Mitte der 80er Jahre, angefangen mit dem Bild, das die Peill-Stiftung damals von ihr erworben hat, bis zu den letzten zehn Jahren ihres Schaffens, auf die der Schwerpunkt gelegt wurde.
Höhepunkt der Kirmesausstellung, die noch bis zum 18. August im Leopold-Hoesch-Museum zu sehen ist, wird zweifellos die historische Kirmes vom 28. Juni bis 7. Juli auf dem Hoeschplatz vor dem Museum sein, die das Thema dann auch aus den Museumsmauern hinaus mitten in die Stadt trägt und im wahrsten Sinne "erfahrbar" macht.

 

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