Gemeinsame Veranstaltungsreihe in Düren und Jülich 75 Jahre nach dem Bombardement am 16. November 1944

Düren, den 13.09.2019

Düren. Das Bombardement vom 16. November 1944 bedeutete für die Städte Düren und Jülich die nahezu vollständige Vernichtung. Jedes Jahr gedenken beide Städte auf ihre Weise dieses Tages. Nun, 75 Jahre nach dem dunkelsten Tag in der Geschichte von Jülich und Düren, haben sich das Stadt- und Kreisarchiv Düren mit dem Museum Zitadelle Jülich zusammen getan und eine gemeinsame Ausstellungs- und Vortragsreihe erarbeitet. Das Veranstaltungsprogramm „Zwischen ‚Führer‘ und Freiheit – Bombenkrieg und ‚Befreiung‘ an der Rur“ startet am 25. September mit einem Vortrag über den Beginn des Zweiten Weltkriegs in der Schlosskapelle der Zitadelle in Jülich, der am 22. Oktober auch in Düren im Haus der Stadt gehalten wird. Die Vortragsreihe endet am 8. Mai 2020 mit einer Podiumsdiskussion. Für Ende 2020 ist dann die Herausgabe einer umfangreichen Publikation geplant, um die Projektergebnisse nachhaltig in Wort und Bild zu dokumentieren.

Die Stadt Düren und die Stadt Jülich haben gemeinsam eine Veranstaltungsreihe  „Zwischen ‚Führer‘ und Freiheit – Bombenkrieg und ‚Befreiung‘ an der Rur“ erarbeitet. Foto: Stadt Düren

Die Stadt Düren und die Stadt Jülich haben gemeinsam eine Veranstaltungsreihe „Zwischen ‚Führer‘ und Freiheit – Bombenkrieg und ‚Befreiung‘ an der Rur“ erarbeitet. Foto: Stadt Düren

„Es ist ein den Anlässen sehr angemessenes Programm geworden“, erklärte Bürgermeister Paul Larue und bedankte sich für das gelungene Miteinander von Stadt- und Kreisarchiv Düren sowie vom Museum Zitadelle Jülich. „Die Zerstörung beider Städte steht am Ende einer schrecklichen Epoche. Wir stehen dabei in einer bleibenden Verantwortung. Der Krieg ging als Folge einer verbrecherischen Politik von Deutschland aus.“, betonte er.

Auch Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs lobte das „tolle gemeinsame Projekt“ und hob hervor, dass in der Veranstaltungsreihe nicht nur Zeitzeugen aus der Region zu Wort kommen. „Für die Neutralität ist es wichtig, sich Menschen von außen dazu zu holen.“

Hans-Helmut Krebs, Leiter des Stadt- und Kreisarchivs Düren, freut sich rückblickend über die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen in Jülich und über das gelungene Konzept. „Wir erhoffen uns von den Referenten eine umfassende Information auch mit neueren Aspekten“, sagte er. Deshalb sind unter den Referenten nicht nur Historiker zu finden, sondern auch Psychologen, Rechtsanwälte und Pädagogen. Moderne Medientechnik wird eingesetzt, um das immer wichtige Thema einmal anders zu beleuchten. In einer Zeit, in der der Zweite Weltkrieg immer mehr aus dem personalen Gedächtnis verschwindet, sieht Guido von Büren, Museum Zitadelle Jülich, die Herausforderung einer solchen Veranstaltungsreihe in der Frage: Welche Geschichte erzählen wir denn? „Wir sind in der Verantwortung, in angemessener historisch differenzierender Weise die Geschehnisse darzustellen.“    

Das geschieht mit Vorträgen, die in beiden Städten stattfinden, mit einer Ausstellung, die erst in Jülich und dann in Düren im Haus der Stadt gezeigt wird sowie eigenen Ausstellungen und Veranstaltungen in den beiden Städten, zum Beispiel zur Reichspogromnacht. 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen in Jülich und Düren ist frei. Lediglich die Historische Exkursion der VHS Jülicher Land „Die Ardennenoffensive 1944/1945“ am 11. Januar 2020 kostet 10 Euro. 

„Wir haben den Titel der Veranstaltungsreihe bewusst gewählt“, unterstreicht Dr. Horst Wallraff  vom Stadt- und Kreisarchiv Düren. „Wir haben versucht, das Thema möglichst vollständig zu beleuchten. So beginnt die Dürener Ausstellung bereits im Ersten Weltkrieg und wird fortgeführt bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.“

Das vollständige Programm ist als Flyer in beiden Städten erhältlich. In Düren zum Beispiel im Eingangsbereich des Rathauses und im iPunkt, Markt 6, Tel.:02421 25-2525

 

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