Kirschkernweitspucken

Berichte über die Weltmeisterschaften
im Kirschkernweitspucken der Jahre 2001 bis 2005

Jahr 2001

In diesem Jahre erhielt der Weltmeisterschaftskampf in Düren seine internationale Anerkennung. Herr Mosimann und seine Gattin reisten extra aus Lausanne (Schweiz) an, um die Dürener Veranstaltung zu begutachten. Das Ehepaar Mosimann gehört dem Eidgenössischen Verband der „Chriesistei-Spucker“ an. Dieser hat ein Reglement für seine Wettbewerbe aufgestellt, die im Grunde genommen denen unserer Weltmeisterschaft entsprechen.
Die Mosimanns waren begeistert vom Bahnaufbau und von der Parkanlage des Hundesportvereines. Dass mit der Weltmeisterschaft auch eine Kirmes verbunden war, gefiel ihnen ebenfalls sehr. Herr Mosimann ließ es sich trotz der großen Hitze nicht nehmen, sein „Kirsch-Kostüm“ zur Siegerehrung anzuziehen. Es handelte sich um eine rote Jacke mit einem Turban in Form eines Kirschkerns, die ihre Wirkung bei den Freunden des Kirschkernweitspuckens zeigte. Übrigens: Frau Annamarie Mosimann möchte einen Weltverband für diese Sportart gründen!

Was den Wettbewerb anbetraf, so bekamen die Teilnehmer einen Vorgeschmack auf das beginnende Kirmeswetter: Bei 31,5 Grad Celsius heizte Petrus den Sportlern ziemlich ein. Insgesamt standen 30 Kilo Süßkirschen für die rund 60 Teilnehmer zur Verfügung. Auch Altmeister wie Wolfgang Schlepütz und Hans-Peter Iven trafen wieder zum Wettkampf ein.
Ingo Hideg aus Düren „schoss“ sich von Anfang an mit 19,18 m an die Spitze. Dies hatte er auch verdient, denn er nahm in diesem Jahre zum vierten Male den Anlauf, das Siegertreppchen zu erreichen! Hans-Peter Iven schaffte fast ein Comeback und landete mit 16,12 m auf dem zweiten Platz, knapp vor Alexander Breuer aus Kreuzau. Wolfgang Schlepütz erreichte immerhin mit 15,60 m den vierten Platz.

Den Damenwettbewerb gewann Andrea Klein aus Troisdorf mit 11,09 m knapp vor Bianca Scherello - die damals noch amtierende Miss Annakirmes 2000 -, die mit 10,81 m den zweiten Platz belegte. Es folgte Ceylan Aydin mit 10,69 m auf Platz 3. Somit kann man Frau Aydin als erfolgreichste und auch eine der treuesten Teilnehmerinnen bezeichnen.

Bei den Kindern und Jugendlichen (bis einschließlich 14 Jahre) siegte Charlotte Fischöder mit starken 10,76 m vor Cedric Steiger mit 10,67 m. Dritter im Bunde wurde Rene Nixdorf aus Trittau.

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Jahr 2002

Pure Spannung herrschte bei der 28. Ausgabe der traditionellen Auftaktveranstaltung der Annakirmes! Erst mit seinem letzten Versuch konnte der Schweizer Thomas Steinhauer am bis dato führenden Hans-Peter Iven vorbeiziehen (oder besser vorbeispucken) und sich mit phantastischen 20,26 m den Weltmeistertitel sichern. Damit verfehlter er den Weltrekord, mit 20,66 m gehalten von Oliver Kuck, nur um 40 Zentimeter! Für den Ex-Weltmeister Iven blieb in diesem Jahr mit guten 18,50 m „nur“ der Vize-Titel. Dritter im Bunde wurde Enzo Pusceddu, seinem Kirchkern ging bei 16,43 m die Puste aus!

„Auswärtssieg“ auch bei den Damen, auch hier ging der Weltmeistertitel in die Schweiz! Siegerin wurde Conchita Kohler, die wie Thomas Steinhauer dem „Eidgenössischen Chrisistei Spucker Verband“ angehört. Aber es war denkbar knapp! Zwischen der Siegesweite und der Weite für Platz 3 lagen nur 56 Zentimeter. So setzte sich am Ende dieses spannenden Wettbewerbes Conchita Kohler mit 13,57 m durch. Zweite wurde Beatrix Scherello mit 13,12 m, Dritte Ceylan Aydin mit 13,01 m.

Auf die Jugend ist Verlass, denn in diesem Wettbewerb blieb der Weltmeistertitel im Lande! Auch wenn Jan Knipprath die Rekordweite von Andreas Schmidt (16,75 m) bei weitem nicht erreichen konnte, so reichten seine 11,80 m in diesem Jahr zum Weltmeistertitel! Vizeweltmeister wurde Marcus Meuthen mit 11,36 m, gefolgt von Michael Fischöder, der mit 10,79 m Dritter wurde.

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Jahr 2003

Zwei Weltrekorde bei einer Veranstaltung - Conchita Kohler aus der Schweiz und Oliver Kuck aus Hürtgenwald spucken den Kirschkern auf neue Bestweiten! Das Foto zeigt die Tafel auf der die Endergebnisse verzeichnet sind.

Zwei Weltrekorde bei einer Veranstaltung - Conchita Kohler aus der Schweiz und Oliver Kuck aus Hürtgenwald spucken den Kirschkern auf neue Bestweiten!

Die Weltmeisterschaft 2003 im Kirschkernweitspucken hatte es in sich: Mit zwei Weltrekorden und einem an Spannung kaum zu überbietenden Wettkampf bei den Männern erlebten die zahlreichen Zuschauer auf der Platzanlage des Hundesportplatzes am Rurdammweg eine sensationelle Veranstaltung.
Mit 21,71 m lag Oliver Kuck aus Hürtgenwald mehr als einen Meter über seinem alten Weltrekord aus dem Jahre 1991. Zwischenzeitlich musste er allerdings dem Weltmeister aus dem letzten Jahr, Thomas Steinhauer, den Rekord abgeben. Der Schweizer gab sich schließlich trotz seiner Bestmarke von 21,37 m dem jetzt auch mit fünf Titeln die WM-Bestenliste anführenden Kuck geschlagen.
Wie im letzten Jahr - diesmal sogar mit Weltrekord - war die Eidgenössin Conchita Kohler bei den Damen erfolgreich. Sie spuckte den Kirschkern auf die Rekordweite von 15,24 m. Zweite wurde Beatrix Scherello. Ihr Kirschkern rollte 12 cm weiter als der von Julia Kramer, die Platz drei erzielte.

Ganz knapp ging es bei den Junioren zu. Nur zwei Zentimeter gaben am Ende den Ausschlag und mit diesem hauchdünnen Vorsprung konnte Jan Knipprath (12,33 m) seinen Titel verteidigen. Zweiter wurde mit 12,31 Metern Sascha Frey-Aldenhoven aus Langerwehe vor Thomas Maintz aus Stockheim mit 10,68 m.

Die Sieger

Herren:

  1. Oliver Kuck (21,71 Meter)
  2. Thomas Steinhauer, Schweiz (21,37 Meter)
  3. Alexander Breuer (19,53 Meter)

Damen:

  1. Conchita Kohler, Schweiz (15,24 Meter)
  2. Beatrix Scherello (12,36 Meter)
  3. Julia Kramer (12,24 Meter)

Junioren:

  1. Jan Knipprath (12,33 Meter)
  2. Sascha Frey-Aldenhoven (12,31 Meter)
  3. Thomas Maintz (10,68 Meter)

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Jahr 2004

Bernd Kürten (links), Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, und Robert Wirtz (rechts), Moderator der Weltmeisterschaft, beraten sich.

Bernd Kürten (links), Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, und Robert Wirtz, Moderator der Weltmeisterschaft, beraten sich.

Oliver Kuck aus Hürtgenwald, der im Jahr 2003 einen neuen Weltrekord aufstellen konnte, sicherte sich auch im Jubiläumswettbewerb 2004 wieder den Weltmeistertitel. Mit einer Weite von 18,51 m blieb Kuck zwar deutlich hinter seiner letztjährigen Bestweite von 21,71 m zurück, dennoch reichte dies zum souveränen Sieg in der Herrenkonkurrenz.

Bei den Damen wurde Petra Zurhelle aus Vettweiß neue Weltmeisterin. Sie spuckte den Kirschkern auf 12,64 m. Im Juniorenwettbewerb war Stephan Hermann aus Düren erfolgreich, der mit seinem letzten Versuch auf 15,28 m den zwischenzeitlich führenden Thomas Jörres noch abfangen konnte.

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbuchten die Veranstalter der 30. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken - darunter auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, Belgien, den Niederlanden, den USA und der Schweiz. Die beiden Eidgenossen Thomas Steinhauer und Conchita Kohler, die in den letzten zwei Jahren für Furore sorgten, hatten am Eröffnungstag der Annakirmes weniger Glück und konnten die Podestplätze diesmal nicht erreichen.

Ein doch spürbarer Gegenwind auf der Anlage verhinderte, dass ähnliche Weiten wie im letzten Jahr erreicht werden konnten. Einzig bei den Junioren war eine Steigerung der Bestweite im Vergleich zum Jahr 2003 zu verzeichnen.

Die Sieger

Herren:

  1. Oliver Kuck (18,51 Meter)
  2. Wolfgang Schlepütz (17,09 Meter)
  3. Hans-Peter Iven (16,81 Meter)

Damen:

  1. Petra Zurhelle (12,64 Meter)
  2. Ceylan Aydin (11,48 Meter)
  3. Sabine Farwick (11,35 Meter)

Junioren:

  1. Stephan Hermann (15,28 Meter)
  2. Thomas Jörres (13,75 Meter)
  3. Jan Knipprath (12,69 Meter)

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Jahr 2005

Sabine Farwick, Vizeweltmeisterin des Jahres 2005, spuckt den Kirschkern auf eine Weite von 12,40 Metern.

Sabine Farwick, Vizeweltmeisterin des Jahres 2005, spuckt den Kirschkern auf eine Weite von 12,40 Metern.

Ein witterungsbedingtes Novum verzeichnete die 31. Auflage der Weltmeisterschaften im Kirschkernweitspucken am Eröffnungstag der Dürener Annakirmes: Aufgrund plötzlich auftretender Regenschauer musste die Konkurrenz bereits nach der Vorrunde, die aufgrund der sehr hohen Teilnehmerzahl gut zwei Stunden dauerte, beendet werden.
Weltmeister bei den Herren wurde Martin Metzker aus Köln mit einer hervorragenden Weite von 19,56 m. Bei den Damen gewann Stefanie Godesberg aus Nörvenich die Konkurrenz. Sie spuckte den Kirschkern auf 12,92 m. In der Juniorenklasse war Max Herglotz aus Kreuzau erfolgreich, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 12,08 m erreichte.
Auch der tatkräftige Einsatz der Organisatoren, die versuchten, die Bahn mit einem Aufnehmer vom Wasser zu befreien, konnte die Fortsetzung des Wettbewerbs nicht retten. Da die Kirschkerne auf der nassen Bahn nicht so weit rutschen können, war an eine Steigerung der bis dato erreichten Weiten nicht mehr zu denken.

Der extra aus Kiel angereiste Deutsche Meister Franz-Wolfgang Coersten hatte zu diesem Zeitpunkt ebenso wie der Weltrekordhalter Oliver Kuck aus Hürtgenwald bereits sein Pulver verschossen. Die beiden wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht und konnten keinen Podestplatz erreichen.

Bürgermeister Paul Larue überreichte im Anschluss an die Vorrunde zusammen mit Marianne Hemgenberg, Vorsitzende des Steuerausschusses, den verdienten Siegern ihre Ehrengaben.

Die Sieger

Herren:

  1. Martin Metzker, Köln (19,56 Meter)
  2. Patrick Schmitz, Düren (18,23 Meter)
  3. Taner Duran, Düren (18,13 Meter)

Damen:

  1. Stefanie Godesberg, Nörvenich (12,92 Meter)
  2. Sabine Farwick, Düren (12,40 Meter)
  3. Doris Königin, Düren (12,22 Meter)

Junioren:

  1. Max Herglotz, Kreuzau (12,08 Meter)
  2. Felix Schmitz, Nideggen (11,02 Meter)
  3. Cedric Schumacher, Kreuzau (10,13 Meter)

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