Kirschkernweitspucken

Berichte über die Weltmeisterschaften
im Kirschkernweitspucken seit dem Jahr 2011

Jahr 2011

Das Foto zeigt Anna Blom aus Düren, mit 3 1/2 Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen des Wettbewerbs, die ihre Bestweite mit diesem Versuch von 15 auf 41 Zentimeter steigert.

Anna Blom aus Düren, mit 3 1/2 Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen des Wettbewerbs, steigert ihre Bestweite mit diesem Versuch von 15 auf 41 Zentimeter.

Nideggen bei den Herren, Kreuzau bei den Damen und Wuppertal bei den Junioren stellen in diesem Jahr die Weltmeister im Kirschkernweitspucken. Bei trockenem, aber recht kühlem Wetter und Gegenwind auf der Spuckbahn konnten sich Wolfgang Schlepütz (17,33 Meter), Irene Holle (11,63 Meter) und Dennis Uhlemann (12,88 Meter) gegen ihre Konkurrenten durchsetzen.

Unter den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 37. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken verzeichneten die Veranstalter dieses Jahr auch wieder internationale "Spucker" - darunter auch der frühere Weltmeister aus der Schweiz, Thomas Steinhauer. Der Eidgenosse erreichte mit 16,05 Meter den zweiten Platz beim Herrenwettbewerb hinter dem mittlerweile viermaligen Weltmeister Wolfgang Schlepütz. Der Titelträger aus den vergangenen beiden Jahren, Hans-Peter Iven, schied überraschend bereits in der Vorrunde aus. Sein Sohn Mario Iven, im letzten Jahr Vizeweltmeister, konnte sich in der Endrunde noch auf den dritten Platz verbessern.
Zur Seriensiegerin bei den Damen entwickelt sich mehr und mehr Irene Holle, die zum dritten Mal in Folge die Bestweite erreichen konnte. Dabei musste sie sich in der Endrunde gegen die Angriffe von Sabine Claßen und Julia Knipprath erwehren, die sie zwischenzeitlich auf den 3. Platz verdrängten. Mit ihrem ersten Spuckversuch der abschließenden Runde konnte Irene Holle die Kräfteverhältnisse allerdings wieder gerade rücken und sich den Titel sichern.
Nach zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz in den vergangenen drei Jahren hat Dennis Uhlemann dieses Jahr sein Meisterstück geschafft und den Juniorenwettbewerb gewonnen. Er setzte sich gegen Denis Gerner und Max Cremer durch.

Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) hervorragend hergerichtet wurde, erhielten die Sieger im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Ingo Latotzki, Chefredakteur der Dürener Nachrichten, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld.

Die Sieger des Jahres 2011

Herren:
1. Wolfgang Schlepütz, Nideggen, Weite: 17,33 Meter
2. Thomas Steinhauer, Schweiz, Weite: 16,05 Meter
3. Mario Iven, Köln, Weite: 15,88 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 11,63 Meter
2. Sabine Claßen, Düren, Weite: 10,93 Meter
3. Julia Knipprath, Düren, Weite: 10,82 Meter

Junioren:
1. Dennis Uhlemann, Wuppertal, Weite: 12,88 Meter
2. Denis Gerner, Düren, 12,24 Meter
3. Max Cremer, Düren, Weite: 10,73 Meter

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Jahr 2012

Das Foto zeigt einen Schweizer, der auf einem Alphorn bläst.

Ein Schweizer Alphornbläser in Aktion.

Hochklassige und spannende Wettbewerbe konnten die Zuschauer der 38. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken am Eröffnungstag der Annakirmes beobachten. Bei den Damen fehlte nur ein einziger Zentimeter, um den Weltrekord aus dem Jahr 2003 zu egalisieren. Irene Holle aus Kreuzau spuckte den Kirschkern auf 15,23 Meter und überholte damit die Weltrekordhalterin Conchita Kohler aus Remigen in der Schweiz, die nach der Vorrunde noch führte. Bei den Herren entschied Hans-Peter Iven aus Düren als erster Teilnehmer der gesamten Konkurrenz bereits mit seinen ersten drei Spuckversuchen den Herren-Wettstreit und übernahm mit seiner beeindruckenden Weite von 19,43 Metern auch die alleinige Führung der ewigen Bestenliste der WM im Kirschkernweitspucken - insgesamt hat Iven nun sieben Titel auf der Habenseite. Sieger im Jugendwettbewerb wurde zum zweiten Mal Simon Köttgen, ebenfalls aus Düren, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 13,49 Metern erreichte.

Etwa 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchten in diesem Jahr bei trockenem Wetter - eine Stunde vor Beginn hatte es danach noch nicht ausgesehen - ihr Glück bei der 38. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken - darunter auch wieder internationale Starter aus den Niederlanden und der Schweiz. Die Eidgenossen stellten mit rund 20 Personen die größte Fangruppe im Feld und eröffneten zudem mit dem Nationalsymbol der Schweiz, einem Alphorn, musikalisch den Wettbewerb.

Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) wieder hervorragend hergerichtet wurde, fanden sich neben den lokalen Medien auch Vertreter des WDR sowie von den Nachrichtenagenturen Reuters und DAPD ein.

Die Sieger erhielten im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Sandra Kinkel, Redakteurin der Dürener Nachrichten, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld. Für die Viertplatzierten der drei Wettbewerbe gab es Sachpreise gestiftet von der Gaststätte "Zur Eule" in Düren.

Die Sieger des Jahres 2012

Herren:
1. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 19,43 Meter
2. Ludwig P., Aachen, Weite: 18,85 Meter
3. Alexander Breuer, Kreuzau, Weite: 18,53 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 15,23 Meter
2. Conchita Kohler, Remigen (Schweiz), Weite: 15,00 Meter
3. Sonja Dubach, Zeihen (Schweiz), Weite: 13,36 Meter

Junioren:
1. Simon Köttgen, Düren, Weite: 13,49 Meter
2. Annika Braun, Düren, Weite: 11,93 Meter
3. Dominik Holle, Kreuzau, Weite: 11,48 Meter

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Jahr 2013

Irene Holle wurde zum fünften Mal in Folge Weltmeisterin im Kirschkernweitspucken.

Irene Holle wurde zum fünften Mal in Folge Weltmeisterin im Kirschkernweitspucken.

In sengender Sonne standen die Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche Schlange, um an den 39. Kirschkern-Weltmeisterschaften auf der Annakirmes in Düren teilnehmen zu können. Den zahlreichen Zuschauern im Schatten blieb angesichts der Weiten, die von den Kirschkern-Artisten trotz Gluthitze erzielt wurden, die Spucke weg. Platzmeister Achim Greiff verbrauchte mehrere Kreidestücke und das Mikrofon von Moderator Robert Wirtz mehrere Batterien, ehe die neuen Weltmeister gefeiert werden konnten.

"Hier ist das Wimbledon des Kirschkernweitspuckens", sagte Platzmeister Achim Greiff während des Wettkampfs in dieses Mikrofon, ein bisschen leise und verhalten, weil er gerade einen Kirschkern rund kaute, mit dem er traditionsgemäß später am Wettkampf teilnahm.
"Die Kirschen müssen von den Kernen ganz abgegessen und -gelutscht sein, sonst klappt es nicht!" riet Robert Wirtz den Anfängern unter den Teilnehmern. Ashley Kraus ist so eine Anfängerin. Sie kommt aus der niederländischen Stadt Venlo, macht mit der Familie Ferien in und um Düren, meldete sich spontan untrainiert zum Wettbewerb und erspuckte sich souverän auf Anhieb mit 9,99 Metern die Weltmeisterschaft der Junioren im Kirschkernspucken. "Damit hatte ich gar nicht gerechnet", sagte sie ehrlich überrascht.
Bei den Damen siegte buchstäblich mit ihrem letzten "Spucker"  mit einer Weite von 15 Metern Irene Holle, in Sachen Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken auf dem Annakirmesplatz eine Wiederholungstäterin, die bereits fünfmal auf dem Treppchen stand. "Kann man das noch toppen?" wurde sie von Robert Wirtz gefragt. "Den Weltrekord brechen!" antwortete Irene Holle ohne zu zögern.
Der wurde bei der 375. Annakirmes auch in der Kategorie der Männer nicht überboten. Dazu war es dann doch zu heiß. Der amtierende Weltrekordhalter Oliver Kuck, der dieses Mal auch wieder mit dabei war, kam nur bis ganz dicht an das Treppchen heran. Dort stand bei den Männern zum achten Mal Hans-Peter Iven aus Düren ganz oben, der 18,67 Meter schaffte und dessen Sohn auch kräftig und gekonnt in der Weltmeisterschaft mitspuckte. Zweiter wurde bei den Männern Guido Kall vom Ordnungsamt der Stadt Düren, was ein Zuschauer mit der Bemerkung quittierte: "Beruflich muss er aufpassen, dass keiner auf den Gehweg spuckt, und hier darf er selber." 18,01 Meter spuckte der Mann vom Ordnungsamt und bekam dafür einen Pokal, von den Aachener Nachrichten gestiftet, und eine Urkunde, wie alle Vizesieger, Sieger und Drittplatzierte der 39.Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken, denen Bürgermeister Paul Larue persönlich gratulierte. Der Bürgermeister dankte den Helfern, die drei Stunden in praller Sonne Kirschkerne von der Bahn gekehrt, moderiert und Siegerlisten geführt hatten, und freute sich darüber, dass die 39. Weltmeisterschaft durch eine große Gruppe Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Schweiz, durch die holländische Junioren-Siegerin und durch einen Schweden internationalen Rang, sozusagen Weltliga-Niveau, bekam und zusätzlich durch viele Teilnehmer aus den Reihen der Lechbrucker Gäste bereichert wurde, die in ihren Trachten auch beim Kirschkernspucken ein schönes Bild abgaben.

Die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken, die nächstes Jahr ihr 40. Jubiläum feiert, ist 1974 als "Schnapsidee" an der Theke entstanden. Die Theke im Kirmeszelt wird wohl auch für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem heißen 39. Wettkampf das Ziel gewesen sein, um sich mit Junioren-Limo oder einem kühlen Bier zu erfrischen.

Die Sieger des Jahres 2013

Herren:
1. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 18,67 Meter
2. Guido Kall, Düren, Weite: 18,01 Meter
3. Alexander Breuer, Kreuzau, Weite: 17,02 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 15,00 Meter
2. Gabriela Heinen, Kreuzau, Weite: 14,22 Meter
3. Jutta Schmidt, Düren, Weite: 12,53 Meter

Junioren:
1. Ashley Kraus, Venlo (Niederlande) Weite: 9,99 Meter
2. Janek Kuck, Ober-Hilbersheim, Weite: 9,19 Meter
3. Annika Braun, Düren, Weite: 8,67 Meter

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Jahr 2014

Das Weltmeisterteam des Verbandes Reisender Schausteller (VRS) aus Düren mit Einzelgewinnerin Roswitha Breuer bei der 40. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken.

Das Weltmeisterteam des Verbandes Reisender Schausteller (VRS) aus Düren mit Einzelgewinnerin Roswitha Breuer bei der 40. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken.

Vor der WM als Außenseiter gehandelt, nach der WM der große Sieger - Das Team des Verbandes Reisender Schausteller (VRS) aus Düren holte sich gleich zweimal den begehrten Titel bei der diesjährigen 40. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken.

Zunächst gewann die Mannschaft um den Verbandsvorsitzenden Hans-Bert Cremer mit Roswitha Breuer, Gerhard Suhr und Udo Lausberg die Teamwertung mit knappem Vorsprung vor dem Team der Abteilung Vermessung. Anschließend überraschte Roswitha Breuer, Schaustellerin und Kassiererin im VRS, noch in der Frauen-Einzelkonkurrenz. Mit 13,95 Metern spuckte sie den Kirschkern um hauchdünne zwei Zentimeter weiter als die große Favoritin und Weltrekordlerin Conchita Kohler aus der Schweiz. Titelverteidigerin Irene Holle aus Kreuzau musste sich mit dem dritten Platz begnügen.

Überhaupt waren die Einzelkategorien spannend wie selten. Doch obgleich sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte, wurde schnell deutlich, dass die Weltrekorde an diesem Tag nicht in Gefahr waren. Mit 18,25 Metern war der Gürzenicher Jan Knipprath Sieger in der Vorrunde der Männer. Diese Weite wurde in der Endrunde nur noch von einem Aachener Teilnehmer mit dem Künstlernamen Ludwig P. übertroffen, der den Kirschkern zumindest in die Nähe der 20-Meter-Marke spuckte und am Ende mit 19,48 Metern den Titel des Weltmeisters in die Karlsstadt nahm. Der achtfache Weltmeister und Titelverteidiger Hans-Peter Iven kam mit 17,21 Metern auf den dritten Platz. Bereits in Vorrunde ausgeschieden war der Weltrekordler Oliver Kuck, der im Jahr 2003 den Kirschkern auf 21,71 Meter spuckte.

Bei den Junioren gab es dann doch noch Jubel bei den Gästen aus der Schweiz, die wieder mit einer Gruppe eigens aus dem Alpenstaat angereist waren. Jessica Stückelberger spuckte den Kirschkern auf 10,75 Meter und wurde in ihrer Kategorie Weltmeisterin.

Als besonderes Highlight in der Annakirmeswoche bezeichnete Dürens Bürgermeister Paul Larue die Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken bei der anschließenden Siegerehrung. "Dieser Wettbewerb hat in seinen 40 Jahren Sportgeschichte geschrieben", so Paul Larue. Er dankte vor der Übergabe der Pokale, Urkunden und des Siegergeldes allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Platzmeister Achim Greiff und seinem Team von der Vermessungsabteilung im Amt für Stadtentwicklung sowie Moderator Robert Wirtz, der trotz zwischenzeitlichem Ausfall der Mikrofon-Batterien, die Veranstaltung wieder in souveräner Manier begleitete.

Die Sieger des Jahres 2014

Herren:
1. Ludwig P., Aachen, Weite: 19,48 Meter
2. Jan Knipprath, Düren, Weite: 18,25 Meter
3. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 17,21 Meter

Damen:
1. Roswitha Breuer, Aachen, Weite: 13,95 Meter
2. Conchita Kohler, Remigen (Schweiz), Weite: 13,93 Meter
3. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 13,00 Meter

Junioren:
1. Jessica Stückelberger, Brugg (Schweiz), Weite: 10,75 Meter
1. Ashley Kraus, Venlo (Niederlande) Weite: 10,48 Meter
2. Janek Kuck, Ober-Hilbersheim, Weite: 10,36 Meter

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